Olympos-Feinkost-Inhaber Nikolaos Xanthopoulos (Mitte) mit Ehefrau Konstantina und dem deutschen Azubi (rechts).
FOTO; GIANNIS TSIRIGOTIS
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Als Michele Cirillo vor 28 Jahren aus Italien nach Deutschland zog, sollte ihn am Bahnhof ein Bekannter abholen. "Er kam nicht", berichtet Cirillo. "Dann stand ich da. Kein Deutsch. Kein Geld." Doch Cirillo hat sich durchgekämpft. Heute tritt der "singender Pizzabäcker" bei Stefan Raab im Fernsehen auf. Er hat ein Buch geschrieben über 55 Jahre italienische Gastronomie in Deutschland. Seit 23 Jahren führt er die Pizzeria "Klein-Italien" in Ober-Ramstadt.
Und Cirillo bildet aus. Und zwar gerade Menschen, die sonst kaum Chancen bekommen. Sein derzeitiger Lehrling hat ein Jahr lang erfolglos eine Stelle gesucht, berichtet Cirillo. "Jeder versteckt etwas in sich, man muss nur rausfinden, wo die Fähigkeiten liegen", sagt der Pizzabäcker und fängt an, von seinem Azubi zu schwärmen: "Er arbeitet wirklich wie ein Tier. Er hat gemerkt, dass er wieder jemand ist."
Ja, sagt Cirillo, er nehme in seinem Lokal auch deshalb junge Menschen auf, die es schwer hätten, weil er es selber nicht leicht gehabt habe, als er in Deutschland anfing. Für sein Engagement in der beruflichen Ausbildung hat ihn gestern die Industrie und Handelskammer (IHK) Darmstadt zusammen mit 50 anderen ausländischen Unternehmern aus Südhessen geehrt. Seit 2001 spricht die IHK gezielt Betriebe mit ausländischen Inhabern an. "Viele sind mit dem System der dualen Ausbildung nicht vertraut", berichtet IHK-Beraterin Petra Wagenbach.
Bei den ausländischen Unternehmen, in denen die IHK Lehrstellen schaffen will, handele es sich nicht um Dönerbuden, sondern um Fahrschulen, Architekturbüros oder Logistikzentren internationaler Postunternehmen. "Teilweise bilden sie nur deshalb nicht aus, weil ihnen die Möglichkeit nicht bekannt ist." So wie Nikolaos Xanthopoulos: "Wenn ich es früher gewusst hätte, hätte ich auch schon früher ausgebildet", berichtet der Inhaber eines griechischen Feinkost-Importunternehmens in Weiterstadt. Ihm macht es Spaß, jungen Menschen etwas beizubringen. Der Chef von sieben Mitarbeitern und einer eigenen LKW-Flotte geht selber ins Lager, um seinem Lehrling die Arbeitsschritte zu zeigen. Es ist Xanthopoulos' dritter Azubi, seit er 2006 anfing auszubilden. Der Azubi ist 22 Jahre alt und Deutscher. "Aber in einem deutschen Unternehmen hätte er keine Chance gehabt", sagt Beraterin Wagenbach.
Auch Xanthopoulos hatte es schwer, als er Ende der 1960er Jahre aus Makedonien kam. Der Versuch, sein Studium durch Nebenjobs zu finanzieren, scheiterte. Heute ist sein Handelsunternehmen 32 Jahre alt. Und auch wenn sein Azubi nicht alles richtig macht, hat Xanthopoulos mit ihm Nachsicht: "Ich kenne ihn und seine Schwächen. Wenn es auch Zeit braucht, mir ist das egal."
Seine Ehefrau Konstantina meint: "Man sollte solchen Leuten mit schlechten Noten eine Chance geben. Mittlerweile blüht er richtig auf." Früher habe er Vieren in Mathe geschrieben. Heute lasse er sich von ihrem Mann Einser-Arbeiten unterschreiben. "Dabei braucht er das gar nicht. Aber er ist stolz darauf." Auch Cirillo ist glücklich mit seinem Azubi. Ohne ihn hätte er die Ehrung auch gar nicht entgegennehmen können. "Er ist erst ein halbes Jahr bei mir, aber heute morgen hat er für mich den Laden aufgeschlossen."
WAS MACHT DIE IHK KAMMER IN HESSEN UND IM UMGEBUNG VON FRANKFURT AM MAIN FUER DIE BERUFLICHE AUSBILDUNG JUNGER MENSCHEN ? ...
Ausländische Betriebe versucht die Industrie und Handelskammer (IHK) in Hessen seit 2001 mit vier neuen Sonderberatern gezielt für das duale Ausbildungssystem zu gewinnen. Fast 3000 neue Lehrstellen sind so bereits in Hessen entstanden. Die IHK Darmstadt hat bereits 331 neue Verträge abschließen können. Die türkische Gemeinschaft stellt mit fast einem Drittel den Löwenanteil an den neuen Lehrstellen.
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